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Unser Vereinsgipfel der „Einsiedlerstein“ in der Dippser HeideTim am Künstlichen Weg 2006

Alter Weg I; vor 1904;  Links in der Südseite Rinne zu Abs. u. Wandstufe z.G.

Variante II; - An der Südostkante kurz hinauf u. Rampe nach links zum Alten Weg.

Südrinne VIIa; Johannes Petters, H.Kaiser; Juli 1950;

 An der Südwestkante Rinne an Ring vorbei zu Absatz u. Wandstufe  z.G.

 Manie IXa; Jens Hilbert, O.Güldner, Frühjahr 1989;

 Rechts in der Talseite Rinne (Ring) u. Wand an 2. Ring vorbei z.G.

Direkte Nordwestkante VIIIa; Falk Heinicke, 4.6.1984;

Überhängende Kante an Ring vorbei zum Ring der "Nordwestkante".

Nordwestkante VI; Helmuth Martin, K.Ullrich u. Gef., Sommer 1936

Rechts in der Nordseite flachen Winkel zu Band. Nach rechts u. Kante (Ring) zu Absatz (Ring).

Wie Alter Weg z.G.

Variante VI; Dirk Fröhlich, 21.6.1979

Vom Band Wand gerade zum Absatz.

Kreuzweg VI; Helmut Kaiser, J.Petters, Juli 1950

In Mitte Nordseite Wand zu Band u. nach links zu Ring. Linksansteigend zur Nordostkante u. diese z.G.

Variante VIIa; Herbert Schwarz, Mai 1960;

Vom Ring Wand gerade (Ring) z.G.

Direkter Nordweg VI; Peter Krüger, W.Kretzschmar, 12.7.1979

In Mitte Nordseite Wand gerade zu Rissrinne u. diese linksaussteigend  z.G.                                                                               Künstlicher Weg

Nordweg V; um 1920;

SO-Kante und Einstieg AW mit Variante

Links in der Nordseite zu Band u. rechts zu Ring. Weiter nach rechts u. Wand rechts von Rissrinne z.G.

Nordostkante VIIa; Herbert Richter, 12.9.1971

Nordostkante (R+nR) gerade z.G.

Künstlicher Weg II; - Rechts in der Ostseite Wand mit künstlichen Tritten z.G.

Ostwand VI; Günther Heinicke, 22.11.1953

In Mitte Ostseite Wand gerade z.G.

Südostkante III; um 1915; Einstieg wie "Variante zum Alten Weg" u. Kante gerade z.G.

Neue SO-Kante VIIa; - Links in der Ostseite Wand direkt zur Kante.

Schräge Wand IV; Winfried Kunze, S.Ukro, 8.7.1979

 "Südostkante" 3 m hinauf u. linksansteigend Wand z.G.

Nichtanerkannte Wege:

Götterquergang V; Steffen Ukro, Ralf Kromer, 26.8.1978

            Künstlicher Weg bis zum 1.Band, weit links queren und SO-Kante z.G.

Grüne Reibung III; Jan Sebastian, 4.4.2006

            Variante AW bis zum Absatz in der Talseite, rechts kurze Wandstufe u. Reibung

Abseillänge: 14m
                                                                                                                                                         
Zugang: ca 15 min. ab Parkplatz Heidemühle                                                                                                                                SO-Kante
Kletterführer: -Topoführer Sächsische Schweiz, Band 2 von Jürgen Schmeißer
                         -Kletterführer Zittauer Gebirge und Andere, Sportverlag Berlin 1980

                         http://db-sandsteinklettern.gipfelbuch.de/gipfel.php?sektorid=158

Geschichtliches


 

Als Einsiedlerstein bezeichnete man in früherer Zeit den gesamten Felsriegel, welcher sich inmitten der Dippoldiswalder Heide erstreckt.

 

Der freistehende Kletterfelsen wird heute von Bergsteigern immer wieder gern besucht und manchmal nur "Einsiedler" genannt. 

Auf den leicht zugänglichen Felsteilen sind noch Spuren von Mauerresten sichtbar. In katholischer Zeit wohnte hier am Dippoldiswalder Marktsteig ein Mönch in einer einfachen Hütte. Er betreute die in ihren Grundmauern noch erkennbare Katharienenkapelle und läutete deren Glocke. In den Felsblöcken auf der Nordseite des Felsriegels erkennt man noch einige alte Balkenauflagen von der Hütte des Einsiedlers. Außerdem durchzieht den Felsriegel eine kleine Höhle, die von schlanken Leuten einfach befahren (begangen) werden kann. Allerdings wird man dabei recht schmutzig. Auf dem Felsriegel steht weiterhin noch der "Glockenstein".

Einen sagenhaften Eremiten mit dem Namen "Dippold" oder "Tiebold", welcher der Gründer Dippoldiswaldes gewesen sein soll, hat es an dieser Stelle niemals gegeben. .

In den siebziger und achtziger Jahren befand sich zeitweise ein Gipfelbuch auf dem Felsen. Leider fanden sich immer wieder "Sammler", die einfach alles brauchten. Aus diesem Grund beschloss die Klettertechnische Abteilung des DWBO 1986 den Gipfel nicht mehr mit einem Buch auszustatten. Dieser Beschluss wurde nach 1990 vom Sächsischen Bergsteigerbund übernommen, da der Verein derartige Kosten nicht übernehmen möchte. In den letzten Jahren haben deshalb immer wieder Privatpersonen Gipfelbücher auf dem Felsen ausgelegt, doch diese verschwanden schon nach kurzer Zeit. Es wurden sogar Bücher entwendet, welche sich an einer schwer zugänglichen Stelle in der Talseite befanden.
Das älteste Buch des Einsiedlersteins im Archiv des SBB ist von 1978 und das folgende endet 1980. Zwei weitere Bücher decken die Zeit von 1982 bis 1986 ab.

Talseite vom Einsiedlerstein um 1910

"... Im Jahre 2002 fasste der Dresdner Bergfreund Jan Sebastian den Entschluss den misslichen Zustand am "Einsiedler" zu beseitigen. Er besorgte sich eine Gipfelbuchkassette und eine mehrere Meter lange Kette. Jetzt befindet sich ein mit Ketten am Abseilring verankertes Gipfelbuch auf dem Felsen..." (Zitat Michael Bellmann Gipfelbucharchiv des SBB)

Im Februar 2003 wurde in einer Spalte in der SO-Kante von Jan Sebastian ein "provisorisches" Gipfelbuch versteckt (Archivnummer im Gipfelbucharchiv des SBB-2846). Am 30.03.2003 war es dann so weit. Jan Sebastian installierte gemeinsam mit Ernst Zwicker die neue Gipfelbuchkassette, die an einer Kette an der AÖ verankert war. Mit der Herstellung der Kassette unterstütze hierbei Roland Meile aus Ölsa die zwei Bergfreunde.

Seit dem 30.03.2003 lag nun wieder ein Gipfelbuch auf dem Felsen. Am 31.10.03 wurden durch Dieter Fahr und Ralf Zimmermann (KTA) einige Ringe erneuert, einige nachträgliche Ringe gesetzt und die AÖ am Kreuzweg entfernt. Am 26.03.04 versetzte Ralf Zimmermann die Gipfelbuchstütze in die Nähe von der AÖ und am 28.03.04 kürzte Jan Sebastian die Kette an der Gipfelbuchkassette und die Kassette bekam zugleich ein neues Farbkleid. Auch das Gipfelbuch wurde gewechselt und dem Gipfelbucharchiv zugeführt.

Seit 2006 ist der Einsiedler nun unser Clubgipfel. Bis 2007 wurden insgesamt 5 Gipfelbücher ausgelegt, welche bis auf das erste, alle auf die schon oben beschriebene Weise verschwanden. Deshalb wurde zur Sommersonnenwendfeier 2007 die Kassette
(Buch war ja nicht mehr da) feierlich eingezogen.

Vor vielen Monden haben wir dich entsannt, auf einen Gipfel der in der Dippser Heide stand.

Der Einsiedler, so hieß der Stein und soll unser Club-Gipfel sein.Tim an der NO-Kante 2008

Der Zweck von dir ist es gewesen, das ein jeder kann drin lesen,

welchen Weg der Kletterfreund hat gestiegen und mit welchem Weg den Einsiedler tat besiegen.

Dieser Brauch wurde gern gepflegt und Jan hat sogar ein zweites Buch gelegt,

nachdem das Erste uns wurde entrissen. Jeder Kletterer weiß es ist beschissen,

wenn man oben angekommen und das Buch ist weggenommen.

Ein feiger Raub wie zu schlechten Tagen, hängt das Schwein, würde ich jetzt sagen.

Doch lange ist der Dieb davon und hat das Buch gleich mitgenomm.

Die Kassette ist leer zurückgeblieben,weil das Buch ist bei den Dieben.

Darum haben wir beschlossen, das Gipfelbuch wird heut geschlossen.

Ein Traditionsbuch soll jetzt von und bei Jan im Keller sein.

Wir beten für dich, zu besseren Tagen und das wir dich wieder nach oben tragen.

Doch bis dahin Ruhe in Frieden, wir schützen dich vor weiteren Dieben.                                                                    Berg Heil Tino


Danach gab es für einige Zeit ein Online-Gipfelbuch auf dieser Seite. Die Einträge darin wurden in das Traditions-GB übertragen.

Alljährlich wenn die Sandsteinschinder ihre Sommersonnenwende feiern, wird die Kassette samt Buch ausgelegt.

2009 erbarmte sich wieder mal ein Kletterfreund und installierte eine Kassette mit Buch. Dieses Buch wurde am 22.10.2010 von den Sandsteinschindern gewechselt und das ausgeschrieben Buch dem Gipfelbucharchiv des SBB übergeben. Der nächste Buchwechsel erfolgte durch den WKV am 19.06.2011.
Bleibt zu hoffen, dass es so weitergeht...


Sommersonnenwendfeier 2009

Sommersonnenwende 2009

 

Sommersonnenwende 2011

Höhle am Höhle am Einsiedler 2011 und                      um 1920


1908                                                                                          vor 1900





Kupferstich von Eckardt Max, 1886





Quellen: Informationen und Fotos stammen u.a. von Michael Bellmann und Steffen Ukro und aus meiner Sammlung bzw. aus Recherchen im Internet




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