Unser Vereinsgipfel der „Einsiedlerstein“ in der Dippser Heide
1 Alter Weg I**; - Links in der Südseite Rinne zu Abs. u. Wandstufe z.G.
2 Variante II*; - An der Südostkante kurz hinauf u. Rampe nach links zum Alten Weg.
3 Südrinne VIIa**; - An der Südwestkante Rinne an Ring vorbei zu Absatz u. Wandstufe z.G.
4 Manie IXa; - Rechts in der Talseite Rinne (Ring) u. Wand an 2. Ring vorbei z.G.
6 Direkte Nordwestkante VIIIa; - Überhängende Kante an Ring vorbei zum Ring der "Nordwestkante".
7 Nordwestkante VI; - Rechts in der Nordseite flachen Winkel zu Band. Nach rechts u. Kante (Ring) zu Absatz (Ring). Wie Alter Weg z.G.
7a VarianteVI; - Vom Band Wand gerade zum Absatz.
8 Kreuzweg VI; - In Mitte Nordseite Wand zu Band u. nach links zu Ring. Linksansteigend zur Nordostkante u. diese z.G.
8a Variante VIIa; - Vom Ring Wand gerade (Ring) z.G.
(Heute meist mit dem Einstieg des "Nordweges" begangen = ***)
9 Direkter Nordweg VI; - In Mitte Nordseite Wand gerade zu Rissrinne u. diese linksaussteigend z.G.
10 Nordweg V; - Links in der Nordseite zu Band u. rechts zu Ring. Weiter nach rechts u. Wand rechts von
Rissrinne z.G.
11 Nordostkante VIIa***; - Nordostkante (Ring) gerade z.G.
12 Künstlicher Weg II***; - Rechts in der Ostseite Wand mit künstlichen Tritten z.G.
13 Ostwand VI**; - In Mitte Ostseite Wand gerade z.G.
14 Südostkante III**; - Einstieg wie "Variante zum Alten Weg" u. Kante gerade z.G.
14a Direkteinstieg VIIa*; - Links in der Ostseite Wand direkt zur Kante.
15 Schräge Wand IV !; - "Südsotkante" 3 m hinauf u. linksansteigend Wand z.G.
Abseillänge: 14m
Wege: 14 bis 16m
Zugang: ca 15 min. ab Parkplatz Heidemühle
Kletterführer:-Topoführer Sächsische Schweiz Band 2 von Jürgen Schmeißer
-Kletterführer Zittauer Gebirge und Andere Sportverlag Berlin 1980
Geschichtliches
Als Einsiedlerstein bezeichnete man in früherer Zeit den gesamten Felsriegel, welcher sich inmitten der Dippoldiswalder Heide erstreckt.
Der freistehende Kletterfelsen wird heute von Bergsteigern immer wieder gern besucht und manchmal nur "Einsiedler" genannt.
Auf den leicht zugänglichen Felsteilen sind noch Spuren von Mauerresten sichtbar. In katholischer Zeit wohnte hier am Dippoldiswalder Marktsteig ein Mönch in einer einfachen Hütte. Er betreute die in ihren Grundmauern noch erkennbare Katharienenkapelle und läutete deren Glocke. In den Felsblöcken auf der Nordseite des Felsriegels erkennt man noch einige alte Balkenauflagen von der Hütte des Einsiedlers. Außerdem durchzieht den Felsriegel eine kleine Höhle, die von schlanken Leuten einfach befahren (begangen) werden kann. Allerdings wird man dabei recht schmutzig. Auf dem Felsriegel steht weiterhin noch der "Glockenstein". Einen sagenhaften Eremiten mit dem Namen "Dippold" oder "Tiebold", welcher der Gründer Dippoldiswaldes gewesen sein soll, hat es an dieser Stelle niemals gegeben.
...
In den siebziger und achtziger Jahren befand sich zeitweise ein Gipfelbuch auf dem Felsen. Leider fanden sich immer wieder "Sammler", die einfach alles brauchten. Aus diesem Grund beschloss die Klettertechnische Abteilung des DWBO 1986 den Gipfel nicht mehr mit einem Buch auszustatten. Dieser Beschluss wurde nach 1990 vom Sächsischen Bergsteigerbund übernommen, da der Verein derartige Kosten nicht übernehmen möchte. In den letzten Jahren haben deshalb immer wieder Privatpersonen Gipfelbücher auf dem Felsen ausgelegt, doch diese verschwanden schon nach kurzer Zeit. Es wurden sogar Bücher entwendet, welche sich an einer schwer zugänglichen Stelle in der Talseite befanden.
Zitat Michael Bellmann Gipfelbucharchiv des SBB: "... Im Jahre 2002 fasste der Dresdner Bergfreund Jan Sebastian den Entschluss den misslichen Zustand am "Einsiedler" zu beseitigen. Er besorgte sich eine Gipfelbuchkassette und eine mehrere Meter lange Kette. Jetzt befindet sich ein mit Ketten am Abseilring verankertes Gipfelbuch auf dem Felsen..."
Seit 2006 ist der Einsiedler nun unser Clubgipfel. Bis 2007 wurden insgesamt 5 Gipfelbücher ausgelegt, welche bis auf das erste (bis Sommer2003) sind alle auf die schon oben beschriebene Weise verschwunden. Deshalb wurde zur Sommersonnenwendfeier 2007 die Kassette (Buch war nicht mehr da) feierlich eingezogen.
Vor vielen Monden haben wir dich entsannt, auf einen Gipfel der in der Dippser Heide stand.
Der Einsiedler, so hieß der Stein und soll unser Club-Gipfel sein.
Der Zweck von dir ist es gewesen, das ein jeder kann drin lesen,
welchen Weg der Kletterfreund hat gestiegen und mit welchem Weg den Einsiedler tat besiegen.
Dieser Brauch wurde gern gepflegt und Jan hat sogar ein zweites Buch gelegt,
nachdem das Erste uns wurde entrissen. Jeder Kletterer weiß es ist beschissen,
wenn man oben angekommen und das Buch ist weggenommen.
Ein feiger Raub wie zu schlechten Tagen, hängt das Schwein, würde ich jetzt sagen.
Doch lange ist der Dieb davon und hat das Buch gleich mitgenomm.
Die Kassette ist leer zurückgeblieben,weil das Buch ist bei den Dieben.
Darum haben wir beschlossen, das Gipfelbuch wird heut geschlossen.
Ein Traditionsbuch soll jetzt von und bei Jan im Keller sein.
Wir beten für dich, zu besseren Tagen und das wir dich wieder nach oben tragen.
Doch bis dahin Ruhe in Frieden, wir schützen dich vor weiteren Dieben. Berg Heil Tino
Danach gab es für einige Zeit ein Online-Gipfelbuch auf dieser Seite. Die Einträge darin wurden in das GB übertragen.
Alljährlich wenn die Sandsteinschinder ihre Sommersonnenwende feiern, wird die Kassette samt Buch ausgelegt.
2009 erbarmte sich wiedermal ein Kletterfreund und installierte eine Kassette mit Buch. Bleibt zu hoffen, dass diese lange auf dem Gipfel bleibt...
Gipfelbucheintragungen können weiterhin über eine mail an gipfelbuch@sandsteinschinder.de gemacht werden. Wir tragen diese dann im Kellergipfelbuch ein. |